Mettmann, die Stadt zwischen Düsseldorf und Wuppertal, besitzt nicht nur eine hervorragende Infrastruktur durch seine gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, sondern auch über ein attraktives Umland inmitten der Natur. In einem Steinbruch wurde von über 150 Jahren ein Skelett gefunden, welches sich später als das eines urzeitlichen Menschen entpuppte. Die Evolutionstheorie von Charles Darwin sollte sich dadurch bestätigen. Die Folge war eine Neuschreibung der Menschheitsgeschichte, die mit dem “Neandertaler” begann.

Mettmann ist eine liebenswerte Stadt am Rande des Rheinischen Schiefergebirges. Wussten Sie, dass die Stadt nicht eindeutig zum Bergischen Land aber auch nicht zum Rheinland gehört? Die Kreisstadt mag politisch zum Rheinland gehören, historisch ist sie jedoch dem Bergischen Land zuzurechnen. Studieren Sie die Informationen über Mettmann auf der Internetseite, wo Sie Informationen über Geschichte, Kultur, Lage und Wirtschaft finden. Vielleicht kommen Sie Mettmann auch einmal “real” besuchen und genießen die Zeit in der historischen Stadt. Unternehmen Sie eine Zeitreise oder entdecken die Fußgängerzone mit schönen Geschäften und einladenden Lokalitäten.

Herkunft, Lage und Geschichte

“Mettmann” stammt von der altdeutschen Bezeichnung “Medamana” und bedeutet so viel wie “Am mittelsten Bach”. Die Siedlung wurde 904 erstmals urkundlich erwähnt und 1363 Sitz der Amtsverwaltung eines der Ämter des Bergischen Landes. 1424 wurde die Stadt durch Herzog Adolf VII. zu einer “Freiheit” erhoben, was mit vielen Steuer- und Marktprivilegien verbunden war. Die Folge war ein bedeutender wirtschaftlicher Aufschwung. 1806 kamen unter Napoleon das Herzogtum Berg und das Amt Mettmann zum Großherzogtum Berg. Nach Ende der napoleonischen Zeit ging die Stadt 1815 an Preußen und bildet seit 1846 eine Gemeinde. 1856 erhielt Mettmann von König Friedrich-Wilhelm IV. die Stadtrechte.

Sehenswürdigkeiten

Der Marktplatz verfügt über zahlreiche Bauwerke, von denen jedes einzelne Gebäude seine eigene Geschichte erzählen kann. Hier befinden sich Fachwerkgebäude mit teils verschieferten oder holzverkleideten Fassaden, die dem Marktplatz ein einmaliges Flair verleihen. Sehenswert ist das Gebäude “Zum Türmchen”, das einen Erker in der Form eines Turmes besitzt.

Am Marktplatz befindet sich auch die Alte Bürgermeisterei, die Möglichkeiten für Empfänge, Feiern, Ausstellungen und Eheschließungen zur Verfügung stellt. In einem Teil des Gebäudes befinden sich Räume, die Teile der Stadtgeschichte darstellen.

Vorläufer der katholischen St. Lambertus Kirche war eine Kapelle, die dem Heiligen Lambertus geweiht war. Im 12. Jahrhundert entstand daraus eine romanische Kirche, von der heute noch der Turm und das Taufbecken erhalten sind. 1484 wurde der romanische Chor gotisch umgestaltet. Jedoch stürzten 1703 das Seitenschiff und 1705 das Hauptschiff des Bauwerkes ein. Als Übergangslösung erfolgt der Bau einer neuen Kirche, die 1881 wieder abgelöst und durch ein neugotisches Gebäude ersetzt wurde.

Die evangelische Kirche von Mettmann wurde zwischen 1774 und 1780 erbaut und weist durch ihre Gestaltung auf die Barockzeit hin. In ihrem Innern verfügt das Bauwerk jedoch über eine schlichte Ausstattung, die auf die damalige strenge Glaubenshaltung der Reformierten hinweist.

Das Elberfelder Prachttor wurde 1791 von einem Kunstschmied im Rokokostil geschaffen. Das kunstvolle Tor wurde in die “Kunstdenkmäler der Rheinprovinz” aufgenommen und ging 1806 für einen “Appel und ein Ei” in den Besitz von Mettmann über.

1986 wurde das Neandertal-Museum eröffnet. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Fundstelle des Steinzeitmenschen und zeigt in seiner Ausstellung die Entwicklung von Ur- und Frühgeschichte bis in die Gegenwart. Zugrunde gelegt wurde das Motiv: Woher kommen wir – wer sind wir – wohin gehen wir.

Kunst- und Kultur

Zu den Einrichtungen der Stadt gehören das Hallenbad mit Sauna und die Neandertalhalle, die als Kultur- und Veranstaltungszeitraum zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten bietet.

Das kulturelle Leben Mettmanns wird durch zahlreiche Vereine geprägt, zu denen Sportvereine, Kultur- und Heimatvereine, Musik- und Gesangvereine, Frauen- und Jugendvereine, sowie Tier- und Naturschutzvereine beziehungsweise -verbände gehören.

Partnerstädte sind Laval (Frankreich), Znin (Polen) sowie Stadt und Kreis Angerapp / Darkehmen (Ostpreußen). Freundschaften exisieren zu Gorazde (Bosnien-Herzegowina) und Makranstädt (Sachsen).

Verkehrsanbindung

Besucher können die Stadt mit dem Auto über die Autobahn A 3, Anschlussstelle Mettmann, die A 46 / A 535, Anschlussstelle Wuppertal-Dornap oder die A 44, Anschlussstelle Ratingen-Schwarzbach erreichen. Die internationalen Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn sind 20 beziehungsweise 50 Kilometer entfernt.

Die Stadt wird von der Eisenbahnstrecke Düsseldorf-Derendorf–Dortmund Süd tangiert, wobei die Regiobahn-Linie S 28 an der Haltestelle Mettmann Stadtwald endet.

Bildung und Gesundheit

In der Stadt befinden sich alle Schulformen, eine Musikschule und eine Volkshochschule. Mettmann ist durch die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) seit 2009 Standort einer Hochschule. In der Stadt befindet sich das evangelische Krankenhaus mit 237 Betten.

Wirtschaft

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich in Mettmann eine Industrie für Bestecke, dessen Tradition bis heute fortgeführt wird. Ein anderes Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern produziert bereits seit 1907 Gussteile aus Kugelgrafitguss und ist bis heute ein Zulieferer für die Automobilindustrie. Mettmann ist Sitz einer Firma für Tiefkühl-Heimservice und eines Unternehmens für Schuhpflege. In der Stadt befindet sich auch die Zentrale der Regiobahn GmbH, von der die in Mettmann endende S-Bahn-Linie betrieben wird. 2006 wurde der Innovationspark Mettmann eingerichtet, in dem sich Gewerbe aus dem Technologiebereich angesiedelt hat.